Informationen zu den Federn

Die Feder ist das Kernstück jeden Füllers und daher ist die richtige Auswahl von großer Bedeutung. Mindestens genau so groß ist allerdings auch die Auswahl der Federn, die deinen neuen Füller zieren können. Hier kannst du dich informieren welches Material für dich das Richtige ist. Solltest du dir weiterhin unsicher sein, berate ich dich selbstverständlich auch gerne persönlich. Schick mir dazu einfach eine kurze Nachricht.

 

Stahl

Stahl ist als günstiges Material in der Federproduktion sehr weit verbreitet. Nahezu alle Federn, die nicht anders gekennzeichnet sind, haben Stahl als Grundmaterial. Die Firma Bock aus Heidelberg hat es geschafft, aus diesem Material das Maximum an Schreibleistung herauszuholen, sodass bereits in einem mittleren bis niedrigen Preissegment tolle Federn erhältlich sind. Die Federn gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, als blanke Stahlfedern mit silbernem Look, vergoldet, rot vergoldet, teilweise vergoldet oder lackiert. Was das Aussehen der Feder betrifft, gibt es bei den Stahlfedern die größten Unterschiede und die größte Auswahl. Auch die Strichbreite kann bei den meisten Stahlfedern aus EF (sehr fein) über F, M und B bis hin zu BB (sehr breit) ausgewählt werden. Du bist mit einer Stahlfeder gut beraten, wenn du zwar ein sehr gutes Schreibgefühl haben möchtest, dir der Aufpreis für die Perfektion einer Goldfeder jedoch zu hoch ist.

 

Titan

Titan ist von der Hochwertigkeit zwischen Stahl und Gold anzusiedeln. Die Federn sind deutlich flexibler als die Stahlfedern, dadurch lässt sich die Strichbreite durch leichte Änderungen des Druckes auf das Papier verändern. Mit etwas Übung lassen sich damit ähnliche Schriftbilder wie mit einer Kalligraphiefeder erzeugen. Da die Titanfedern verglichen mit Stahlfedern einen höhreren Tintenfluss haben, schreiben sie "nasser" was oft als sanfter wahrgenommen wird. Wenn du das Gefühl hast, dass du eine feste Handschrift hast, also eher mit größerem Druck den Füller über das Papier führst, solltest du dich eher für eine schmale Titanfeder entscheiden, ansonsten könnte es sein, dass dir die Strichbreite zu groß ist. Durch das mattgraue Aussehen haben Titanfedern eine ganz besondere Optik, die die Hochwertigkeit des Füllers unterstreicht.

 

Gold

Eine Goldfeder ist für viele Menschen der Hauptanhaltspunkt bei der Einschätzung, ob ein Füller hochwertig ist oder nicht. Und in der Tat ist eine Goldfeder auch verglichen mit einer Titanfeder nochmals deutlich hochwertiger. Die Goldfedern bestehen alle aus 18-karätigem Gold. Dies ist auch durch die Zahl 750 auf der Feder erkennbar, da diese aussagt, dass die verwendete Goldlegierung aus 75% reinem Gold besteht. Im Schreibgefühl zeichnen sich Goldfedern durch ihre hohe Flexibilität aus, wodurch du, ähnlich wie bei der Titanfeder, die Strichbreite durch den Druck verändern kannst. So entsteht das sanfte und weiche Schreibgefühl einer Goldfeder. Die Goldfedern gibt es entweder in goldenem Ausehen oder in einer teilrhodinierten Variante, bei der Teile der Feder silbern aussehen. Wenn du bei deinem Füller auch beim Schreibverhalten keine Kompromisse eingehen willst, dann ist eine Goldfeder für dich geeignet. Du wirst dich auch noch in ein paar Jahren über das tolle Schreibgefühl freuen.

 

Platin und Palladium

Mit Goldfedern ist das Ende der Fahnenstange noch nicht ganz erreicht. Die hochwertigsten Federmaterialien sind derzeit Platin und Palladium. Wenn du aus deinem Füller das Maximum herausholen möchtest oder noch den letzten Rest Besonderheit ausschöpfen willst, dann sind diese Federn genau das Richtige für dich.

 

Auch wenn du dich jetzt für eine bestimmte Feder entscheiden musst, ist diese Entscheidung nicht in Stein gemeißelt. Die verschiedenen Federn sind nämlich alle mit den Füllern kompatibel, du kannst also auch in ein oder zwei Jahren, deinen Füller auf eine hochwertigere Feder aufrüsten. (Du musst dabei jedoch auf den Federtyp achten: "Zeus" hat Federn vom Typ 250 und "Aphrodite" hat Federn des Typs 076)